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Wie bitte? - Könnten Sie das bitte nochmal wiederholen?

Hearing Aids

 «Wie bitte?» oder "Könnten Sie das bitte nochmal wiederholen?» sind Sätze, die jedem von uns eigentlich bekannt sein dürften. Doch was nur die Wenigsten von uns wissen ist, dass die vermeintlich schlechte Aussprache der Anderen oftmals schon ein erstes Anzeichen für einen Hörverlust sein kann. 

Unsere Ohren sind rund um die Uhr im Einsatz – ständig auf Empfang. Töne wahrzunehmen und zu erkennen ist ein sehr komplexer Vorgang. Viele anatomische Strukturen und Prozesse sind dafür verantwortlich, dass wir die verschiedenen Signale aus unserer Umwelt empfangen und anschliessend in unserem Gehirn richtig verarbeiten können. Doch was ist eigentlich ein Hörverlust und wie macht sich dieser bemerkbar? 

Unter Hörverlust versteht man einen teilweisen oder vollständigen Verlust des Hörvermögens. Die Ausprägung kann von leicht eingeschränktem Hörvermögenbis hin zur Gehörlosigkeit reichen und die unterschiedlichsten Ursachen haben. Was die Betroffenen aber oftmals gemeinsam haben ist, dass sie anfänglich gar nichts von ihrem Hörverlust wissen, da dieser nur selten plötzlich auftritt. In der Regel entwickeln sich Hörprobleme schleichend, über einen längeren Zeitraum – und bleiben deshalb zunächst unbemerkt. Die betroffenen Personen gewöhnen sich mit der Zeit an die beginnende Hörschwäche und da die Hördefizite lange Zeit von unserem Gehirn kompensiert werden können, entstehen anfänglich auch kaum Nachteile. In der Regel ist es das direkte Umfeld, dass die Betroffenen mit unangenehmen Fragen konfrontiert, etwa warum die Lautstärke vom Fernseher so hoch eingestellt ist, oder Freunde beziehungsweise Familienangehörige reagieren genervt, weil die betroffene Person der Unterhaltung wieder einmal nicht zu hundert Prozent folgen kann. 

 

So hört sich Hörverlust an

Ursachen von Hörverlust

 

Eine der Hauptursachen für Hörverlust ist Lärm. Wir leben in einer lauten Welt und sind permanent von Geräuschen umgeben: Strassenlärm, Baustellen oder laute Musik, die unsere Ohren beschallt – Lärm kann viele Gesichter haben. Aber nicht nur die übermässige Lautstärke, sondern auch eine Erkrankung, ein Unfall, Stress, die Vererbung von Taubheit oder schlichtweg die natürliche Folge des Alters, können zu einem Hörverlust führen.

Es kann also vorkommen, dass unser Gehör aus irgendeinem Grund mal nicht mehr so funktioniert, wie es eigentlich sollte. Je nachdem auf welche Ursache die Hörminderung zurückzuführen ist, können verschiedene Massnahmen ergriffen werden. 

 

  • Aussenohr

    Einer der häufigsten Ursachen für die Hörminderung im Aussenohr ist der Ohrenschmalzpfropf. Der Versuch, Ohrschmalz mit einem Wattestäbchen aus dem äußeren Gehörgang zu befördern, bewirkt oftmals das Gegenteil: Man entfernt zu viel, verletzt die empfindliche Gehörgangshaut, schlimmstenfalls auch das Trommelfell, und schiebt vorhandenes Ohrschmalz nur noch tiefer in den Gehörgang. Dadurch wird die Selbstreinigung behindert, der Ohrenschmalz bildet einen Pfropf und verschließt den Gehörgang. Aber auch eingelagerte Flüssigkeit beziehungsweise Fremdkörper können hier zu einem akuten Hörverlust führen. 

  • Mittelohr

    Zu den häufigsten Problemen im Mittelohr gehören Entzündungen, Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, Perforation des Trommelfells oder Otosklerose (eine so genannte Versteifung der Mittelohrknöchelchen). Besonders häufig leiden Säuglinge und Kinder unter akuten Mittelohrentzündungen. Oft begünstigt eine einmal durchlebte Infektion das Auftreten einer weiteren.

  • Innenohr

    Im Innenohr findet das eigentliche Hören statt. Das Hörorgan, die Cochlea, ist die Schaltstelle, in der die eintreffenden Schallwellen verarbeitet und in Nervenimpulse umgewandelt werden. Wie wir jetzt wissen reagiert das Gehör höchst sensibel auf Lautstärke, ob es sich nun um eine dauerhafte Lärmbelastung handelt, oder um eine einzelne, heftige Schalleinwirkung.Wiederholte intensive oder langfristige Beschallung überfordert die Funktion des Hörorgans. Die empfindlichen Haarzellen im Innenohr schützen sich vor hoher Lautstärke, indem sie sich quasi "taub" stellen, das heißt, ihre Aktivitäten zurückfahren. Sie können sich zwar eine Zeit lang immer wieder erholen, wenn die Ruhephasen ausgedehnt genug sind. Wirken aber weiter anhaltend laute Töne und Geräusche auf das Gehör ein, kann das eine chronische Taubheit zur Folge haben. 

    Neben Altersschwerhörigkeit können auch ein Tinnitus, Hörsturz, Innenohrentzündungen oder ein Tumor Gründe für den Hörverlust sein. Ein Hörverlust im Innenohr kann nicht medizinisch behandelt, aber mit Hörgeräten verbessert werden.